In 2021 war mein erster Weihnachtsfilm eine Netflix-RomCom, Love Hard. Die dreht sich um Natalie (Nina Dobrev), die an Weihnachten ans andere Ende der USA reist, um den Mann zu überraschen, den sie seit ein paar Wochen virtuell datet. Der Twist? Als sie ankommt, stellt sie fest, dass Josh (Jimmy O. Yang) sie gecatfisht hat: Der Typ auf seinen Fotos ist nicht wirklich er. Love Hard hakt so viele Punkte auf dem klassischen Weihnachtsfilm-Wunschzettel ab: zwei sehr attraktive Darsteller:innen, eine unerwartete Lovestory, grandiose Sprüche. Ich meine, die Hauptcharaktere singen sogar eine Version von „Baby, It’s Cold Outside“, die den frauenfeindlichen Unterton des Originals kritisiert. Aber als der Film zu Ende war, fühlt ich mich irgendwie komisch – irgendwie unbefriedigt. Denn der Film endet (und dieser *Spoiler Alert!* ist sehr vorhersehbar) damit, dass sich Josh und Natalie ineinander verlieben und sie seinen Identitätsbetrug abwinkt, als sei das bloß ein blöder kleiner Streit gewesen.
