Die kleinen Augen, von denen ich mir jahrelang wünschte, sie wären größer, heller, hätten längere Wimpern? Die stören mich nicht mehr. Ich freue mich einfach darüber, dass ich sehen, Auto fahren, arbeiten, spielen kann – dass ich mich in der Welt zurechtfinde, ohne groß darüber nachdenken zu müssen. Meine Haut, die jetzt nicht mehr davon gereizt wird, dass ich jeden Tag neue Augenpflaster aufklebe und abreiße, ist rein und gesund. Die Stirnfalten, die ich früher mit Botox unterspritzen ließ, erinnern mich heute daran, dass mein Gesicht doch noch größtenteils so funktioniert wie früher. Ich mag mein breites Lächeln, vor allem dann, wenn es sich in den Augen meiner Kinder spiegelt. Und abgesehen von all diesen sichtbaren Dingen ist es auch ein unheimliches Privileg, ein Leben ohne körperliche Schmerzen führen zu können. Das werde ich definitiv nie wieder für selbstverständlich halten.
