Die Vorstellung, Freundschaften könnten bestehen, obwohl wir uns nur minimal darum bemühen, sollten wir Bayard Jackson zufolge unbedingt anzweifeln. „Wenn ich mich durch meine Beziehungen emotional stärker erfüllt fühlen möchte und mir wünsche, dass meine Freund:innen wissen, was sie mir bedeuten, muss ich mich darum auch bemühen“, betont sie. Tatsächlich kann uns die Überzeugung, dass uns Freundschaften quasi in den Schoß fallen sollten, sogar darin beeinträchtigen, Freundschaften zu knüpfen und zu erhalten. Eine Studie ergab vor Kurzem, dass diejenigen, die der Meinung sind, Freundschaften ergäben sich von allein – oder durch Glück –, eher zu Einsamkeit neigen. Diejenigen, die davon überzeugt waren, Freundschaft erfordere auch Mühe, erlebten hingegen weniger Einsamkeit.
