Klar, auch das haben wir in der Serie schon erlebt. In der ersten Staffel gingen Diamond Jack und Carlton Morton nach einem dramatischen Streit in Mexiko getrennte Wege. In der zweiten Staffel schien es zwischen Shayne Janson und Shaina Hurley auch außerhalb der Kabinen noch zu knistern (zumindest von Shainas Seite aus), obwohl sich Shayne eigentlich für Natalie Lee entschieden hatte. Solche Dramen sind spannende Unterhaltung; diesmal gibt es aber einen Unterschied: Zack und Irina trennen sich schon vor dem Altar und beenden ihre Beziehung am Ende von Folge 5, kurz vor der Rückreise nach Seattle, nachdem sie den ganzen Urlaub über mit einer Kissenwand in der Mitte des Bettes geschlafen haben – und Zack trifft sich daraufhin in Seattle mit seiner „zweiten Wahl“ Bliss. Zack und Irina sind dabei nicht die Einzigen in dieser Staffel, die im Laufe der Episoden Schwierigkeiten damit haben, sich ganz auf ihre Verlobten zu konzentrieren. So beobachten wir zum Beispiel Kwame Appiah dabei, wie er eine der Frauen trifft, die ihn in den Kabinen abblitzen ließ – und daraufhin Probleme hat, wirklich mit ihr abzuschließen. Das Ergebnis ist ein absolutes Chaos, aber ein sehr realistisches. Schließlich ist Dating chaotisch! Und letztendlich ist es genau diese Mischung aus Drama, Unsicherheit und ins Wanken geratenen Beziehungen, die Staffel 4 zur bisher besten von Love Is Blind machen – denn genau wegen all diesem Chaos ist sie am realistischsten.
