Die Vorstellung dieser Irrationalität junger, weiblicher Fans sorgt außerdem dafür, dass ihre Interessen als weniger wertvoll erachtet werden. Frauengruppen, die Boybands bewundern, werden als hysterisch abgestempelt, weil die Kunst, die sie so verehren, eine solche Reaktion gar nicht „verdient“, meinen viele. Schon ein Artikel von 1964 im New Statesman über die Beatles, mit dem Titel „The Menace of Beatlism“ (z. Dt.: „Die Bedrohung des Beatle-ismus“), beschreibt die jungen Frauen, die sich „zur Hysterie kreischen“, als „die Stumpfsinnigen, die Faulen, die Versagerinnen“. 60 Jahre später hat die Band weltweit mehr als 600 Millionen Alben verkauft, und die Beatles gelten als die mitunter größten Musiker:innen aller Zeiten. Eins wird deutlich: Kunst gilt erst dann als bewundernswert, wenn auch ein männlich dominiertes Publikum und männergeführte Medien das so sehen. read more