Die dunklen Flecken auf meinen Wangen und meiner Stirn sind verblasst wie alte Erinnerungen, und die Aknenarben meiner 10er und 20er, die mich immer an Sternenkonstellationen erinnerten, sind im Laufe der Zeit immer unsichtbarer geworden. Bis es soweit war, musste ich aber viel Mühe (und Geld) investieren, um die Pigmentflecken – die Überbleibsel ehemaliger Hautprobleme – nach und nach auszulöschen. Wieso ich dafür so viel Energie aufwandte? Vor allem, weil es schwer war (beziehungsweise schwer ist), diese Hautflecken nicht als etwas zu betrachten, was ich „korrigieren“ sollte, um den „perfekten“ Teint zu erzielen. Hyperpigmentierung – sprich: Hautflecken, die dunkler sind als dein natürlicher Teint, durch größere Mengen an Melanin – ist unter Menschen mit dunkleren Hauttönen zwar weit verbreitet und auch oft auffälliger, doch erleichtert das den Betroffenen die emotionale Last dieser Flecken wohl kaum. Die Schauspielerin Keke Palmer hat genau deswegen schon oft über die emotionalen Konsequenzen ihrer Akne und Pigmentflecken gesprochen, die sie ihrem PCOS (polyzystischen Ovarsyndrom) verdankt, und erzählte 2017 schließlich, sie habe beschlossen, die Haut zu akzeptieren, in der sie nun einmal lebt. In einem Instagram-Post schrieb sie: „Akne, Aknenarben, Hyperpigmentierung – sowas passiert. Das ist kein Grund, dich zu schämen, und kein Grund, etwas zu korrigieren, damit sich ANDERE LEUTE wohl fühlen. Wenn sie mit deiner Haut nicht klarkommen, ist das ihr Problem.“ read more